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Mittwoch, 26 Juni 2019 um 08:52

Tulpenprojekt

Die Tulpe als Kooperationsobjekt für Realschüler und Grundschüler aus Schöllnach

 

Dass die Grund- und Realschule in Schöllnach miteinander erfolgreich kooperieren, haben sie schon mehrmals bewiesen. Dieses Mal besuchte die Klasse 1 a der Grundschule die Klasse 5 e, ihres Zeichens Tabletklasse, im Fach Biologie.

Da bei beiden Schularten der Bau von Blütenpflanzen bzw. Frühblüher Thema sind, beschlossen die Lehrkräfte Realschullehrerin Claudia Eder und  die Grundschullehrerinnen Marion Augenstein und Barbara Oswald dieses Thema gemeinsam von den Schülerinnen und Schülern erarbeiten zu lassen.

Als die Erstklässler in die Realschule einmarschierten, staunten sie nicht schlecht über die Größe der Schule und die Realschulkinder konnten es kaum glauben, dass sie in der ersten Klasse auch einmal so klein und still waren. Das änderte sich aber im Laufe der Doppelstunde.

Die Realschüler begrüßten die Grundschüler sehr herzlich und stellten sich vor, so dass das Eis sofort gebrochen war.

Die Biologielehrerin Frau Eder führte die Kinder kurz in die Vorgehensweise zu den von ihr selbsterstellten Gruppenarbeitsaufträgen ein.

Themen waren Bau einer Tulpenpflanze, Bau der Blüte und den Lotuseffekt bei den Tulpenblättern.

Die Kinder erarbeiteten miteinander den Aufbau der Blütenpflanze mit Hilfe der Tablets. Dabei ermutigten die Realschüler die kleinen Besucher auch einmal auf dem Tablet herumzuhantieren, was sie sichtlich beeindruckte.

Gemeinsam wurde ein Arbeitsblatt ausgefüllt, wobei hier die Realschüler als Lehrer fungierten, falls sich bei der Rechtschreibung ein Fehler einschlich.

Für die Realschüler wurden die Arbeitsaufträge erweitert, da sie auch die Funktion der Bestandteile wissen sollen.

Als nächstes durften alle eine Tulpenpflanze bzw. deren Blüte genauer betrachten. Im Sinne der Forschung mussten einige Tulpenblüten ihre Blütenblätter und Staubblätter lassen, damit die Kinder sie genauer betrachten konnten.

Mit Hilfe von Binokularen wurde der Struktur der Blütenbestandeile auf den Grund gegangen. Dabei achteten die Realschüler darauf, dass die Grundschüler auch wirklich etwas sehen. Bei den Staubblättern erkannten die Kinder kleine Kugeln, die als Blütenstaub bezeichnet werden.

Hier fand auch wieder das Tablet Einsatz um wunderbare Bilder der vergrößerten Staubblätter zu schießen. Zum Schluss erklärte Frau Eder den Kindern noch, wie sich eine Tulpe wäscht. Sie braucht nur Regentropfen und einige Kinder konnten erklären, dass diese sehr gut abperlen und den Schmutz dabei mitnehmen. Der Lotuseffekt wurde einwandfrei erkannt und so erhielten die Kinder gleich noch einen Einblick in den Fachbereich Bionik.

Die Realschüler waren nach der Doppelstunde erstaunt, wie schnell die Zeit verging und waren hingerissen von den Erstklässlern. Ebenso gingen die Grundschüler laut Realschulkonrektor Christian Marchl freudestrahlend nach Hause, weil ihnen dieser etwas andere Unterricht sehr gut gefiel.

Im Gegenzug machten sich die Realschüler mit den Lehrerinnen Claudia Eder und Marion Augenstein auf die Grundschule zu besuchen.

Hier wurden sie herzlich von Rektor Josef Michl und der Grundschullehrerin Barbara Oswald samt ihren Erstklässlern begrüßt. Die Freude bei den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften war groß, sich wieder zu treffen und das Projekt Frühblüher auszuweiten. 

Nun hatten die Realschüler die Aufgabe die an der Grundschule ausgestellten Frühblüher von Wiese und Garten zu bestimmen. Hierfür waren nun die Erstklässler die Experten und halfen bei der Bestimmung, falls die Realschüler Probleme damit hatten.

Mit Hilfe von Bestimmungsbüchern und ihren Tablets kamen die Schüler auf die richtigen Ergebnisse und konnten ihr Wissen festigen und wiederholen. Auch hier durften die Grundschüler wieder tatkräftig an den Tablets mitarbeiten. Mit einer Art Memory ließ Frau Barbara Oswald die Pflanzennamen und die Pflanzen zum Abschluss zusammenordnen.

Die Kooperation zwischen Grund- und Realschule war ein voller Erfolg und wird bestimmt wiederholt und noch weiter ausgebaut. Die Schüler beider Schularten profitierten von dieser Art des Lernens und festigten nebenbei ihre sozialen Kompetenzen.  Der Abschied fiel den Kindern sichtlich schwer und überlegten, mit welchem Thema sie noch in diesem Schuljahr nochmals zusammenarbeiten könnten.

Claudia Eder, StRin (RS)


 

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